Frankreich macht's vor

Bitte folgen: Glyphosatausstieg!

Frankreich macht’s vor: Entgegen der Entscheidung der EU-Kommission, die Zulassung für weitere 10 Jahre zu verlängern, entschied sich Premierminister Édouard Philippe dazu, das Herbizid Glyphosat bis 2020 schrittweise zu verbieten. Wir denken: ein mutiger Schritt, dem wir in Deutschland folgen sollten!

Glyphosat ist Grundstoff für Totalherbizide. Diese vernichten alle Beikräuter und Pflanzen, außer resistent gemachten Kulturpflanzen. Es ist aus mehreren Gründen in der Kritik. Hauptsächlich geht es dabei um zwei Kernthemen. So ist nicht eindeutig geklärt, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht. Die Behörden kamen zu gegensätzlichen Ergebnissen: während das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit das Herbizid als „wahrscheinlich nicht krebserregend beim Menschen“ einstufen, kommt die Weltgesundheitsorganisation zum gegenteiligen Ergebnis. Zudem ist es bedenklich, dass Glyphosat selbst bei vielen Städtern im Stoffwechsel nachgewiesen werden kann. Ein weiterer großer Kritikpunkt: Pestizide, gerade das in enormen Mengen in der Landwirtschaft eingesetzte Glyphosat, tragen maßgeblich zur Artenverarmung auf landwirtschaftlichen Flächen und Feldrändern bei.

Totgespritzt – um sie umbrechen oder abernten zu können, werden landwirtschaftliche Flächen z. T. mit Pestiziden behandelt“ (Bild: A. Bromberg)

Dass eine Landwirtschaft ohne Glyphosat ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, beweisen die steigenden Zahlen biologisch bewirtschafteter Flächen in Deutschland sowie zahlreiche Studien. Mehr dazu lesen Sie in unserem Jahresbrief.