Gentechnik bleibt Gentechnik

Resolution: Neue Gentechnik-Methoden müssen gekennzeichnet werden!

Ende Juli wird ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu den neuen gentechnischen Methoden der Gentechnik und deren Kennzeichnung für die Verbraucher*innen erwartet. Gemeinsam mit 21 Verbänden und Organisationen fordert daher die Zukunftsstiftung Landwirtschaft in einer Resolution eine Risikobewertung und Regulierung der neuen Gentechniken, wie es auch bei anderen Gentechnik-Methoden praktiziert wird. 

Hier gelangen Sie zum vollständigen Text der Resolution.

Das anstehende Urteil beschäftigt sich mit der Frage, ob molekularbiologische Methoden wie „Genom-Editing“, „CRISPR/Cas“ oder „zielgerichtete Mutagenese“ als Gentechnik eingestuft werden müssen. Doch Gentechnik bleibt Gentechnik. Auch bei solchen neuen Verfahren wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert.

Auch für den Ökolandbau entstehen hohe Risiken. Nur wenn die Forderungen der Resolution umgesetzt werden, ist eine gentechnikfreie Öko-Landwirtschaft langfristig möglich. Findet hingegen keine Kennzeichnung neuer Verfahren wie CRISPR statt, könnte über das Saatgut ein neues „Einfallstor“ entstehen. „Dies könnte dazu führen, dass Gentechnik auf Biobetrieben ungewollt Einzug hält.“,  äußert sich Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. 

Für die ökologische Landwirtschaft ist der Erhalt von gentechnikfreiem Saatgut existentiell. Eine Gefahr der ungekennzeichneten Kontaminierung ist auch eine Gefahr für die gesamt Öko-Landwirtschaft. Auch deswegen setzt sich die Zukunftsstiftung Landwirtschaft seit 1996 mit dem „Saatgutfonds“ für die Förderung der gemeinnützigen, biologischen und biologisch-dynamischen Züchtungsforschung ein. Ohne Patente und Gentechnik.