Kükentöten muss nicht sein

Jährlich werden Millionen von Küken direkt nach den Schlupf getötet. Warum? Weil sie männlich sind und ihre Aufzucht nicht wirtschaftlich ist. Ihre Schwestern gehören zu den Legehennen und deswegen sind die Tiere auf hohe Eierlegeleistungen gezüchtet. Da die männlichen Tiere aber nun mal keine Eier legen und leider auch sehr wenig Fleisch ansetzen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet.

Das es auch anders geht zeigt die Ökologische Tierzucht gGmbH. Seit mehr als drei Jahren koordiniert sie die Arbeit von Züchtern und Landwirten. Das Aufziehen von Bruderhähnen wird dabei als Übergangsschritt hin zu einem Zweinutzungshuhn angesehen. Bei den Bruderhähnen werden die männlichen Tiere aufgezogen und die entstandenen höheren Kosten durch die teureren Eier der Legehennen quersubventioniert. Beim Zweinutzungshuhn allerdings geht es darum Tiere zu züchten, die beides können: die weiblichen Tiere legen Eier, die männlichen setzen Fleisch an. In unserem Jahresbrief 2016/2017 haben wir diese wertvolle und schwierige Zuchtarbeit, die wir seit Jahren durch den Tierzuchtfonds unterstützen, genauer dargestellt.

Auch möchten wir hier auf eine Unterschriftenaktion von foodwatch gegen das sinnlose Töten hinweisen. Hoffen wir, dass die neue Landwirtschaftsministerin Klöckner effektiver dagegen vorgehen wird als ihr Amtsvorgänger.