Glyphosat Zulassung

Minister Schmidt erteilt „Lizenz zum Töten“

Mit seiner Zustimmung, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (Totalherbizid) für weitere fünf Jahre in der EU zuzulassen, führt Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gleichzeitig den „Noch-Koalitionspartner“ SPD am Nasenring durch die politische Arena. Wieso, fragt man sich. Wo doch vieles für die Gefährlichkeit des Mittels spricht. Selbst Zeitschriften wie der Spiegel kritisieren inzwischen die Studien, die die Ungefährlichkeit des Mittels beweisen sollen und decken auf, dass der Konzern selber nicht an die Unbedenklichkeit von Glyphosat glaubt (Spiegel vom 21.10.2017 Nr. 43, Artikel „Drecksforschung“).

Die Anwendung von Glyphosat hat verheerende Folgen.

Deutschland hatte sich bisher bei der EU-Abstimmung über die Verlängerung der Zulassung enthalten, da es keine Einigung zu dem Thema zwischen CDU/CSU und SPD gab. Christian Schmidt (CSU) hat nun der Zulassung zugestimmt. Ob mit Weisung von Angela Merkel oder nicht, hat er nun zu der knappen Mehrheit für eine Verlängerung beigetragen. Für die Biodiversität und die Förderung des Ökologischen Landbaus hat er in seiner Amtszeit jedoch wenig getan.

Als „Glyphosat-Minister“ wird er nun in die Geschichte eingehen. Seine Amtszeit ist mit diesem letzten Paukenschlag hoffentlich vorbei. Damit es zukünftig besser wird, setzen wir uns bereits seit über 15 Jahren für die Förderung einer nachhaltigen und vielfältigen Landwirtschaft ein. Helfen Sie uns dabei!

Weitere Informationen zur Zulassung von Glyphosat finden Sie hier.
Eine aktuelle Studie, die unter Beteidigung der Universität Kassel erstellt wurde, zeigt auf wo die Gefahren von Glyphosat liegen und in welchen Zusammenhängen noch dringender Forschungsbedarf besteht.