Patent auf Lachs und Forellen: wir erheben Einspruch

Ein breites Bündnis von über 30 Organisationen, zu der auch die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gehört, und rund 5000 Einzelpersonen hat heute Einspruch gegen das Patent auf Lachs und Forellen (EP1965658) eingelegt. Das Bündnis fordert einen vollständigen Widerruf des Patentes, das keine technische Erfindung sei, sondern viel eher den Charakter eines patentierten Plagiats aufweise.

Im Patent werden Lachse und Forellen beansprucht, die mit bestimmten Pflanzen gefüttert werden, um den Anteil von ungesättigten Fettsäuren in deren Muskelgewebe zu erhöhen. Diese gelten als besonders gesundheitsfördernd. Dazu sollen Pflanzen wie die bekannten Wildgemüsearten Borretsch und Natternkopf oder auch Nachtkerze und Schwarze Johannisbeeren eingesetzt werden. Dass diese Pflanzen natürlicherweise hohe Konzentrationen geeigneter Fettsäuren enthalten, ist aber nicht neu.

„Die ‚Erfindung‘ besteht darin, Fische mit Pflanzen zu füttern, von denen bereits bekannt war, dass sie dafür besonders geeignet sind. Eine echte erfinderische Leistung liegt nicht vor. Vielmehr muss man von einer reinen Fake-Erfindung sprechen“, sagt Ruth Tippe von Keine Patente auf Saatgut! „Hier werden natürliche und biologische Verfahren zur Produktion von Tieren beansprucht, deren Patentierung sogar ausdrücklich verboten ist.“

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