Gentechnischer Raps: Anbauverbot zunächst bestätigt!

In dem Rechtsgutachten wird eine Einschätzung von neuen Gentechnikverfahren wie z.B. der Oligonukleotid-Technik vorgenommen. Die Oligonukleotid-Technik wurde von der Firma Cibus, für die Erschaffung eines herbizidresistenten Rapses, eingesetzt (siehe Beitrag auf der Internetseite der Zukunftsstiftung Landwirtschaft). Der sogenannte Cibus-Raps wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als nicht gentechnisch verändert im Sinne des Gentechnikgesetzes eingestuft. Diese Einschätzung wird aber von vielen Kritikern nicht geteilt.

Das Rechtsgutachten kommt nun zu dem Schluss, dass die Verfahren, wie z.B. die Oligonukleotid-Technik, die man auch als Genome Editing oder Synthetische Gentechnik bezeichnet, die Kriterien der EU-Gentechnikregulierung sehr wohl erfüllen. Die genannten Verfahren unterscheiden sich von „konventioneller“ Züchtung da unter anderem kurze Abschnitte synthetischer DNA (Oligonukleotide) und DNA-Scheren (Nukleasen) verwendet werden, um das Erbgut zu verändern.

Das Gutachten wurde von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen, zu der auch die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gehört, in Auftrag gegeben.

Die Pressemitteilung zum Rechtsgutachten finden Sie hier.

Das komplette Rechtsgutachten (englisch) ist hier abrufbar.