Bienen-Killer am Pranger

Post-Neonikotinoid-Symposium am 01. Dezember 2015

Die Biodiversität und damit die wesentliche Grundlage für die menschliche Nahrungsgewinnung ist in zunehmendem Maße bedroht. Eingriffe des Menschen in die Natur, wie Landschaftsveränderungen und Bodenversiegelung, verursachen größtenteils den Rückgang der Artenvielfalt.

Auch Neonikotinoide, die heimlichen Pestizide, die als Beizmittel mit den Getreidesamen im Boden verteilt werden, tragen erheblich zum Verlust der Artenvielfalt durch die Vernichtung von Lebewesen bei. Diese Nervengifte verursachen eine chronische Vergiftung, die mittelfristig zum Absterben vieler Tierarten (und sekundär von Pflanzen) führt. Perfide ist, dass diese Substanzen oft nur vorbeugend eingesetzt werden und dass deren Konzentrationen in der Natur, wegen der jahrelangen Halbwertzeiten, immer bedenklicher werden. Bekannt geworden sind diese Gifte zuerst durch das Bienensterben; allmählich hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Insektenschwund allgemein auf diese sogenannten systemischen Pestizide zurückgeht. Forschungsgruppen in aller Welt haben inzwischen nachgewiesen, dass auch andere Tierordnungen wie z.B. Kleinkrebse und Schnecken in Gewässern, aber auch Vögel und die im Boden lebenden Tiere durch Neonikotionoide dezimiert werden.

Das Post-Neonikotinoid-Symposium am 01. Dezember in Berlin soll über alternative Möglichkeiten der Agrikultur aufklären. Die Veranstaltung wird von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft finanziell unterstützt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Das Programm können Sie hier herunterladen.