Förderschwerpunkte

Grundsätze

Der Tierzuchtfonds fördert

  • beispielhafte
  • gemeinnützige
  • unmittelbar praxisrelevante

Forschungs-, Entwicklungs- und Bildungsprojekte zur tiergerechten Zucht sowie zur Zucht in besonders tiergerechten Haltungssystemen (Ökologische Tierhaltung, Freilaufhaltung von Legehenne, Haltung von Schweinen auf Stroh etc.).

Antragsteller

Anträge auf Zuwendungen des Tierzuchtfonds können gemeinnützige Projektträger im deutschsprachigen Raum stellen. Projektträger können aus der Wissenschaft kommen, aber auch aus Praxisbetrieben, die zu einer wissenschaftlichen Arbeitsweise sowie einer geeigneten Veröffentlichung der Ergebnisse in der Lage sind.

Antragsteller sollen - sofern sie über einen institutionellen Haushalt verfügen - Eigenanteile in Höhe von 25 % nachweisen.


Kriterien

Leitend für die Auswahl von Förderprojekten sind folgende Gesichtspunkte:

Thematisch

  • Zucht gesunder Tiere, die keine genetisch fixierten Körpermerkmale oder Dispositionen haben, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können
  • Zucht von Tieren, die für tiergerechte Haltungssysteme geeignet sind sowie betriebseigene Futtermittel, insbesondere Grundfutter, überdurchschnittlich gut verwerten können
  • Vermeidung von Verhaltensanomalien in der Zucht
  • Zucht von Mehrnutzungsrassen, Vorbeugung von Einseitigkeiten
  • Zucht regional angepasster Tiere, Biodiversität in der Tiergenetik und Vielfalt an Rassen
  • Verzicht auf biotechnische und gentechnische Verfahren
  • Entwicklung von Alternativen zu Reproduktionstechnologien, z.B. künstliche Besamung, durch geeignete Vatertierhaltung
  • Eine reine Erhaltungszucht von alten Nutztierrassen ist kein Förderschwerpunkt

Methodisch

  • Züchtung auf und mit landwirtschaftlichen Betrieben
  • Kooperation mit verwandten Forschungs- und Züchtungsprojekten