Tierzuchtfonds

Das Tier im Mittelpunkt

Wer Tiere artgerecht halten will, ist auf Rassen angewiesen, die naturnah gehalten und gefüttert werden können. Der Tierzuchtfonds fördert daher Initiativen, die sich für eine artgemäße Tierzucht einsetzen. Er ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Tierschutzbundes, der Schweisfurth Stiftung und der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

Größer, schneller, einheitlicher – die heutige Nutztierzucht ist hoch spezialisiert. Manche Rassen sind auf Rekordleistungen bei Eiern oder Milch getrimmt, andere setzen in kürzester Zeit viel Fleisch an.

Eine zunehmende Monopolisierung in Bereich der Tierzucht erschwert die Arbeit unabhängiger Züchter. In der Geflügelzucht z. B. teilen sich nur vier Firmen einen Marktanteil von 99 % (Quelle: Agropoly, 2014). Das Tier wird als Objekt der industriellen Produktion optimiert und die genetischen Informationen wie ein Betriebsgeheimnis unter Verschluss gehalten. Krankheitsanfälligkeit und geringe Lebenserwartung sowie der Verlust biologischer Vielfalt sind die Folge. Die Tiere bezahlen diese Entwicklung häufig mit Schmerzen und Leiden.

Dies ist mit den ethischen Ansprüchen des ökologischen Landbaus nicht vereinbar. Die verantwortungsvolle und ethisch vertretbare Züchtung von Nutztierrassen ist daher insbesondere für den Ökolandbau von großer Bedeutung.

Langlebige und widerstandsfähige Nutztiere

Mit Hilfe von Spendengeldern fördert der Tierzuchtfonds Projekte, die mit ihrer konkreten Arbeit zur Etablierung langlebiger und widerstandsfähiger Nutztiere beitragen. Denn nur Tiere mit einer gesunden Gesamtentwicklung sind in der Lage, auch bei ganzjähriger Freilandhaltung stabile Leistungen hervorzubringen und sich natürlich fortzupflanzen. Im Gegensatz zur sogenannten "modernen Tierzucht" wird dabei auf bio- und gentechnologische Verfahren wie Embryonentransfer, Klonen und gentechnische Manipulation verzichtet.

Wir freuen uns sehr über Ihre Spende für die artgemäße Nutztierzucht!