Rinderzucht

Stiere zurück auf die Bauernhöfe

Die Haltung von Zuchtstieren in Rinderherden ist die artgerechte Form der Fortpflanzung. Dennoch wird sie kaum mehr praktiziert – zu aufwendig und teuer. Dies führt aber dazu, dass das Erbgut einzelner Tiere durch künstliche Besamung zigtausendfach vermehrt wird. Für artgerechte Haltung besonders geeignete Vatertiere werden kaum eingesetzt.

Das Ziel des Projekts „Selektion von Natursprungbullen“ besteht darin, beste Bullen aus bewährten und für die naturgemäße Rinderzucht bedeutenden Kuhfamilien heraus zu selektieren und den interessierten Landwirten für den Einsatz im Natursprung zur vermitteln. In erster Linie sollen Bullen der drei großen Milchviehrassen, Holstein Frisian, Fleckvieh und Braunvieh angeboten werden. Bei Bedarf an weiteren Milchrassen oder Fleischrassen soll auch diese Nachfrage mit einem entsprechenden Bullenangebot gedeckt werden.

Zuchtbulle auf der Weide.

Im Zuge des Projekts sollen vorerst pro Jahr mindestens 20 Bullen über alle Rassen selektiert und vermittelt werden. Die Recherche nach diesen Bullen findet größten Teils in Deutschland und Österreich statt. Das Projekt wird von Dr. Günther Postler und der Europäischen Vereinigung für Naturgemäße Rinderzucht durchgeführt

Das Projekt „Selektion von Natursprungbullen“ wurde durch den Tierzuchtfonds im Jahr 2015 mit 4.000 € unterstützt.

www.euna.info