Forderung an die EU: Genscheren müssen reguliert werden

Die Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM) wendet sich mit einem offenen Brief an den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans. Der Grund ist die Sorge um eine Deregulierung z.B. der Genschere CRISPR/Cas.

Befürworter der Technik argumentieren, dass der Einsatz der Genschere, solange keine artfremden Gene eingebracht werden, einer natürlichen Mutation entsprechen. Durch die Genschere wird die DNA an bestimmten Stellen zerschnitten und so Veränderungen bewirkt. Allerdings schneidet die künstlich eingebrachte „Schere“ an sehr vielen und mitunter auch an nicht beabsichtigten Stellen. So dass Mutationen in einem ausgesprochen großen Maße hervorgerufen werden können. Es handelt sich somit um einen starken Eingriff in die DNA, deren Auswirkung auch auf lange Sicht nicht abschätzbar sind.

Deswegen fordern die Unterzeichner*innen des Briefes, zu denen auch die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gehört, dass der Einsatz der Technik reguliert werden muss. Nur so bleibt die Wahlfreiheit gesichert! Eine klare Kennzeichnung für alle durch den Einsatz der Genschere geschaffenen Pflanzen und Tiere ist dafür Voraussetzung.