Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaftspolitik

oekolandbau.de_Copyright BLE_ThomasStephanAm heutigen Mittwoch (29.03.2017) überreichte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein gemeinsam mit anderen Vertretern des Bündnisses Landwirtschaft, Natur- und Tierschutz Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ein Positionspapier. In dem Positionspapier rufen die 28 unterzeichnenden Verbände, zu denen auch die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gehört, zu einem Wechsel in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf.

Die in der EU geltenden Richtlinien im Bereich des Umwelt- und Tierschutzes werden von Deutschland in weiten Teilen nicht eingehalten bzw. umgesetzt. So laufen bereits mehrere Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. Als Beispiel zu nennen wären Vertragsverletzungsverfahren wegen der zu hohen und noch ständig ansteigenden Nitratwerte im Grundwasser oder der zu hohen Ammoniakemmisionen. So nimmt die Vielfalt bei den Tier- und Pflanzenarten, den Kulturpflanzen und Nutztierrassen immer weiter ab. Das Bild einer Landwirtschaft, die hochwertige Lebensmittel erzeugt und vielfältige und artenreiche Landschaften schafft bzw. erhält, stimmt so immer weniger mit der Realität überein. Deutschland muss die Fördermittel aus der GAP im Hinblick auf diese Probleme anpassen und z.B. eine Umschichtung von Direktzahlungen vornehmen. Durch diese umgeschichteten Direktzahlungen könnten dann Agrarumwelt-, Klimaschutz- und Tierschutzmaßnahmen, die ökologische Landwirtschaft aber auch Qualitätsstrategien gezielt unterstützt und ausgebaut werden.

Die genauen Forderungen des Positionspapier "Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaftspolitik" finden Sie hier.