Monopolisierung verhindern! Nein zu Bayer-Monsanto.

Die große Monopoliserung auf dem Saatgutmarkt schreitet fort, denn die weltgrößten Agrarfirmen wollen fusionieren: Dow Chemical mit DuPont, Monsanto mit Bayer und Syngenta mit ChemChina. Diese Zusammenschlüsse würden die schon bestehende Konzentration auf dem Saatgumarkt noch verschärfen. Denn somit würden nur noch drei große Firmen 60% des kommerziellen Saatgutes und an die 70% der Agro-Chemikalien kontrollieren. Dies wollen wir verhindern!

Vor einigen Tagen hat die Firma Bayer die Genehmigung für die Übernahme von Monsanto der Europäischen Komission zur Zustimmung vorgelegt. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft spricht sich gemeinsam mit anderen Organisationen gegen diese Übernahme aus. Deswegen haben wir (gemeinsam mit allen unter-zeichnenden Organisationen) der europäischen Komission den hier hinterlegten offenen Brief gesendet. Da der Original-Brief auf Englisch ist, haben wir die wichtigsten Punkte nachfolgend zusammengefasst:

 "Die Unternehmen fordern die Europäische Kommission auf, die Fusion von Bayer und Monsanto abzulehnen. Der ohnehin schon konzentrierte Markt würde so noch weiter in die Hände von wenigen Akteuren fallen. Dadurch läge ein hoher Einfluss auf das Landwirtschafts- und Lebensmittelsystem in den Händen von drei Megakonzernen. Freie Entscheidungen der Landwirt*innen werden dadurch eingeschränkt und Betriebe und Wirtschaftende immer mehr abhängig von wenigen Firmen. Die Diversität sowie das Recht eigenes Saatgut zu nutzen gehen immer mehr verloren.

Ein wichtiger Punkt ist auch die zu befürchtende zunehmende Verwendung von chemischen Spritzmitteln, welche der Umwelt Schaden zufügen. Arten- und Sortenvielfalt sind in Gefahr von immer mehr Monokulturen abgelöst zu werden und gefährden dadurch die Pflanzenvielfalt (Biodiversität), die Gesundheit des Ökosystems und die Gesundheit der Menschen. Gerade in Bezug auf den Klimawandel wird eine gesteigerte Diversität aber immer wichtiger. Zudem würde diese Fusion das Wachsen einer Bewegung zu immer faireren und grüneren Methoden gefährden, welche den Europäischen Trend einer nachhaltigen, multifunktionalen Landwirtschaft darstellen. Auch Länder im globalen Süden, welche ohnehin keine Ernährungssicherheit genießen können, würden darunter noch mehr leiden.

In diesem Sinne rufen die unterzeichnenden Unternehmen zu einer Ablehnung der Fusion auf um Schaden zu verhindern und sich auf eine Unterstützung der nachhaltig wirtschaftenden und kleinen landwirtschaftlichen Betriebe zu konzentrieren."