Ökolandbau ist besser für den Klimaschutz

Endlich auch wissenschaftlich belegt: der ökologische Anbau ist besser für den Klimaschutz! Dies ist das Ergebnis mehrerer Studien. Sie belegen, dass ein ökologisch bewirtschafteter Boden mehr Klimagase binden kann, durch den ökologischen Landbau das Grundwasser weniger belastet wird und die Biodiversität zunimmt. Zudem konnte belegt werden, dass bei Ökoflächen 40 Prozent weniger klimarelevante Emissionen frei gesetzt werden.  

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft unterstützt deswegen bereits seit fast 20 Jahren Projekte in der ökologischen Landwirtschaft, der Ökozüchtung und der landwirtschaftlichen Bildung.

Woher kommen die neuen Erkenntnisse? Zum Beispiel durch eine Literaturauswertung von 528 Veröffentlichungen. Diese kommt zu dem Ergebnis: ökologischer Landbau ist umweltfreundlicher als der konventionelle Landbau. Ökologische Bewirtschaftung reduziert Stickstoffausträge, erhöht die Biodiversität und vermindert Bodenerosion.

In einer Langzeitstudie, dem sogenannte DOK-Versuch, wurden Daten auch zum Thema Düngung und Emissionen erhoben. Hierfür wurden an einem Standort die Anbauverfahren biologisch-dynamisch, organisch-biologisch und konventionell miteinander verglichen. Auf den Versuchsflächen erfolgte der Anbau der Ackerkulturen Weizen, Kartoffeln, Mais, Soja oder Kleegras. Die Erfassung z. B. der Lachgasemissionen zeigte, dass bei den ökologisch bewirtschafteten Flächen 40 Prozent weniger Emissionen pro Hektar auftraten. Auswirkungen auf die Höhe der Lachgasemissionen hat vor allem die Düngung. Ein reiner Düngeverzicht ist aber nicht die Lösung, sondern eine vielfältige Fruchtfolge und der gezielte Einsatz von hofeigenem Dünger. So können die Bodenfunktionen aufrechterhalten, die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens gesteigert und Klimaemissionen minimiert werden. Ökologische Parzellen verzeichneten ca. 20 Prozent geringere Erträge, brauchten jedoch auch 50 Prozent weniger Dünge- und Energieaufwand. Damit ist die ökologische Anbauweise effizienter, und schont unsere natürlichen Ressourcen.

Für eine umweltschonende Landwirtschaft haben sich unter dem Motto farmers-for-future.de Landwirt*innen zusammengeschlossen, die sich mit der Fridays for Future – Bewegung solidarisieren. Sie sehen den Klimawandel als eine Bedrohung für die Landwirtschaft und unsere Ernährung an und fordern deswegen die Bundesregierung auf, aktiv zu werden und eine klimafreundliche und ressourcenschonende Landwirtschaft zu fördern.