Farbe der Forschung II - Referentinnen & Referenten

Josef Braun

Vortrag: Boden, Bäume, Regenwürmer

1974-1980: Berufsausbildung: Berufsschule - Fachschule
1980: Einstieg in die Saatgutvermehrung, Beginn einer intensiven Zusammenarbeit mit Beratung, Forschung (TU München, Weihenstephan) und Pflanzenschutz- und Düngemittelindustrie
1982: Heirat und Übernahme des elterlichen Betriebes, im weiteren Verlauf die Geburt unserer vier Töchter


1984:
Umstellung auf pfluglose Bodenbearbeitung mit Schichtengrubber, Zinkenrotor (System Weichel), Beginn der Vermehrung von Wildpflanzen
1988: Umstellung auf organisch-biologischen Landbau;
Mitglied bei Bioland - seitdem: aktive Mitarbeit in verschiedenen Gremien des Verbandes
1990: Neubau einer Kompostieranlage für Rindermist
1994: Umstellung auf Minimalbodenbearbeitung, Reduzierung der Bearbeitungstiefe auf max. 6 cm
1995: Umstellung auf reine Heufütterung mit Neubau einer Heutrocknung und Käserei
2006: Mitglied im neu geschaffenem Präsidium des Bioland Bundesverbandes
2008: Einstieg in Agroforst – seitdem: Pflanzung von 35.000 Bäumen
2009: Installation einer Holzgasanlage zur Nutzung des Holzes aus den Agroforstpflanzungen für Strom und Wärme, sowie Nutzung der anfallenden Pflanzenkohle für den Betriebskreislauf

Hintergrundmaterial:

Biolandhof Braun


Elisabeth Cruzada

Vortrag: Von der partizipativen Züchtung zur Ernährungssouveränität

Elizabeth Angosta-Cruzada hat als Entwicklungsexpertin vorwiegend mit Organisationen und Gemeinden von Kleinbauern und Frauenaktivisten auf den Philippinen gearbeitet. Sie war aktiv an people’s empowerment-Prozessen durch partizipative Aktionsforschung, Führung und den Aufbau von Kapazitäten, Organisationsentwicklung und Interessenvertretung beteiligt. In MASIPAG betreut sie derzeit das organisatorische Management des Netzwerks.


Elisabeth präsentiert die Arbeit von MASIPAG in der alternativen partizipativen Reiszüchtung und die Auswirkungen bäuerlicher Anbausorten, die besser an den Klimawandel angepasst sind und das Potential der Resilienz von philippinischen Kleinbauern verwirklichen.

MASIPAG ist ein Netzwerk von Bauernorganisationen, NGOs und Agrarforschern auf den Philippinen und setzt sich für die Stärkung der Bauern, die Lebensmittelsicherheit und Souveränität durch seine führende Rolle in der Nutzung und Bewirtschaftung der biologischen Vielfalt, nachhaltige Landwirtschaft, landwirtschaftliche Ausbildung und Interessenvertretung, lokale Verarbeitung und Vermarktung und partizipative Garantiesysteme ein.

Hintergrundmaterial:
Webseite von MASIPAG


Christoph Fischer

Vortrag:
Ein bayerisches Innovations-Netzwerk: Der Bauern-Stammtisch

Christoph Fischer, geb. 1959,  begann vor 20 Jahren als Quereinsteiger Landwirte in seiner Heimatregion Chiemgau über mikrobiologische Prozesse zu beraten. 1999 entstand daraus das „Rosenheimer Projekt“, das sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. Dieses System kombiniert verschiedene alternative Methoden und Produktanwendungen, die in der Landwirtschaft und in Hausgärten zur Anwendung kommen.

Ziele sind, die Kreisläufe zu gesunden, dadurch die Produktionskosten zu senken und die biologische Wertigkeit der Endprodukte und die Produktivität des Betriebs zu steigern.

Durch das wachsende Interesse am Rosenheimer Projekt gründet er im Herbst 2004 die Interessengemeinschaft „Agrar Impulse - Neue Wege, neue Ethik in der Landwirtschaft“. Ziel der IG ist der Informationsaustausch, um eine nachhaltige Bewirtschaftung in der Praxis umzusetzen. Dafür organisiert Christoph Fischer mit seinem Unternehmen landwirtschaftliche Stammtische, Feldbegehungen, Vorträge, Seminare, Betriebsbesichtigungen und Lehrfahrten. Regelmäßig findet auf der Fraueninsel ein zweitägiges Symposium statt. Die sogenannten EM-Tage befassen sich traditionsgemäß mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Mikroorganismen in Gesundheit, Garten, Landwirtschaft und Umweltschutz.

Darüber hinaus gründete er 2006 die Arbeitsgruppe „Zivilcourage – Freie Bauern und Bürger AG- gegen AgroGentechnik“. Hier geht es darum, über die Gefahren der Agro-Gentechnik aufzuklären und diese Informationen einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Durch zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge entstand ein Netzwerk aus Landwirten und Verbrauchern, das weit über die regionalen Grenzen bekannt wurde.

Hintergrundmaterial:
Webseite von EM-Chiemgau
Webseite von Zivilcourage
Dokumentationsfilm „Der achte Schöpfungstag“

EM-Tage auf der Fraueninsel
EM-Anwendungen im Rosenheimer Projekt


Bastiaan Frich

Vortrag:
Urbane Gärten und Landwirtschaft:

Städtische Netzwerke des Do-it-yourself

Arbeitsgruppe: Bauern und ihre Ko-Produzenten: Neue Stadt-Land-Netzwerke - Innovationskonzepte, Beziehungsgeschichten, Pilotanlagen & Pionierlager

 

Bastiaan ist ein Netzwerker, Mitbegründer und Vize-Präsident von Urban Agriculture Basel, Vorstandsmitglied von Permakultur Schweiz, Gründer und Präsident von Uni Gärten Basel, Initiator und Vorstandsmitglied der Lebensmittel Gemeinschaft Basel sowie Mitbegründer und Vorstandsmitglied von Neustart Schweiz Region Basel. Zusätzlich ist er Initiator von diversen weiteren Projekten, wie beispielsweise vom weit über die Landesgrenzen bekannten und preisgekrönten, öffentlichen Permakultur-Gemeinschaftsgarten Landhof.

All diese Projekte und Erfahrungen im Aufbau von Allianzen und sein vielseitiger Ausbildungshintergrund - von Biologie über Permakultur zu emphatischer Kommunikation - machen ihn zu einem internationalen Brückenschlager.

Hintergrundmaterial:
Internetseite von 'Urban Agriculture Basel'
Medienbeiträge zu 'Urban Agriculture Basel'
Kurzfilm zu 'Urban Agriculture Basel'
Internetseite von 'Uni Gärten Basel'


Jürgen Friedel

Vortrag: Aktive Nährstoffmobilisierung durch Pflanzen (Edwin Scheller Memorial)

Diplom-Agraringenieur, Ao.Univ.Prof. am Institut für Ökologischen Landbau, Universität für Bodenkultur Wien und Leitung der Arbeitsgruppe Bodenfruchtbarkeit und Anbausysteme. Dr. Jürgen K. Friedel forscht und lehrt seit über 20 Jahren zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Förderung der Nachhaltigkeit im Ökologischen Landbau durch Optimierung von Fruchtfolge, organischer Düngung und Bodenbearbeitung.

Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Themen im Kohlenstoffkreislauf (Zufuhr organischer Substanz zum Boden, Humusbilanzen, Mikroorganismen-Biomasse in Böden), im Stickstoffkreislauf (biologische Stickstoffbindung, Stickstoffmineralisierung aus Ernterückständen, Vorfruchteffekte von Futterleguminosen und Begrünungen) und im Phosphorkreislauf (Nutzung von alternativen Phosphordüngern im Ökologischen Landbau) unter pannonischen Standortbedingungen. Auswirkungen der Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Ressourcen Boden, Wasser, Luft und Biodiversität werden dabei ebenso erfasst wie Ertrags- und Qualitätseffekte.

Hintergrundmaterial:
PERGAMON - Soil Biology & Biochemistry
Stickstoffpools und die mikrobielle Biomasse
"Renewable Agriculture and Food Systems": Research Paper
Research article in "Agronomy" (2010)
Soil Biology & Biochemistry: Review of mechanisms and quantification of priming effects
Research article in"Agronomy" (2008)
Taylor&Francis Group: Management Effects on Quality of Organically
Grown Winter Wheat

"Journal für Kulturpflanzen": Körnerleguminosen in Mischkulturen


Nikolai Fuchs

Arbeitsgruppe: Soil Food Web und vertikale Nährstoffströme im Betrieb - Die Gemeinschaft von Boden und Pflanzen als Wachstumsmotor

Nikolai Fuchs studierte Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftsökologie in Bonn. Nach der Fachbereichsleitung des Naturschutzzentrums Eifel war er als Geschäftsführer bei Demeter Nordrhein-Westfalen und darauf folgend als Geschäftsführer vom Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise in Darmstadt tätig.

In 2001 übernahm er die Leitung der Sektion für Landwirtschaft an der Goetheanum-Hochschule in der Schweiz. Parallel leitete er von 2001 bis 2010 das Brüsseler Büro von Demeter International. Seit 2010 ist er Präsident der Nexus Foundation in Genf. Er arbeitet im Beirat bei der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, im Stiftungsrat des FiBL Schweiz und im Kuratorium der Zukunftsstiftung Landwirtschaft mit.


Benedikt Haerlin

Vortrag: Post-Darwinismus? Netzwerke zwischen Kooperation und Konkurrenz

Arbeitsgruppe: Bauern und ihre Ko-Produzenten: Neue Stadt-Land-Netzwerke - Innovationskonzepte, Beziehungsgeschichten, Pilotanlagen & Pionierlager

Benedikt Haerlin leitet seit 2002 das Berliner Büro der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und deren Kampagne „Save Our Seeds“ gegen Gentechnik im Saatgut und für den Erhalt der agrarischen Vielfalt. Außerdem beteiligt er sich aktiv an den Kampagnen „Meine Landwirtschaft“ und „ARC2020“ zur Reform der Europäischen Agrarpolitik.

Von 2003 bis 2008 vertrat er im Aufsichtsrat des Weltagrarberichts europäische und nordamerikanische Nichtregierungsorganisationen. Davor arbeitete Haerlin zwölf Jahre lang für Greenpeace, zuletzt als internationaler Koordinator der Gentechnik-Kampagne, war von 1984-89 Mitglied des Europäischen Parlaments und davor Journalist, u.a. bei der „Tageszeitung“. Er studierte Philosophie und Psychologie in Tübingen und Berlin.

Hintergrundmaterial:
Webseite von "Save Our Seeds"
Webseite von "Meine Landwirtschaft"
Webseite des Weltagrarberichts


Angelika Hilbeck

Vortrag: Biotechnologien, genetische Netzwerke und die Risikodiskussion

Dr. Hilbeck hat an der Universität Hohenheim Agrarbiologie studiert und an der North Carolina University, Raleigh, NC, USA in Entomologie promoviert. Seit 2000 ist sie am Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich und leitet dort die Forschungsgruppe Umweltbiosicherheit. Sie befasst sich in der Lehre und Forschung mit Fragen zu den Auswirkungen der Gentechnik in der Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und Umwelt.

Durch vielfältige Forschungs- und Beratungsprojekte und ihre Mitarbeit an der Implementierung des Cartagena Protokolls zur Biosicherheit der UNO, konnte sie umfassende Erfahrung in der internationalen Landwirtschaft und der Vielfalt der jeweiligen lokalen Sachzwänge der Kleinbauern machen. Aufgrund dieser Expertisen wurde sie zur Mitarbeit am Weltagrarbericht (IAASTD 2008) berufen.

Sie wirkt weiterhin als Stiftungsrätin bei ‘Brot für Alle’, ist Mitglied des Vorstands der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und Vorsitzende des European Networks of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER).


Anita Idel

Vortrag: Grasland, Herden und HirtInnen / erklärender Text
Arbeitsgruppe: Herdenbewirtschaftung auf neuen Wegen

Projektmanagerin und Beraterin in den Bereichen Ökologisierung der Landwirtschaft, Agrobiodiversität sowie Tiergesundheit.
Mediatorin in den Spannungsfeldern Ökonomie/Tierschutz sowie Landwirtschaft/Naturschutz.



Lehrbeauftragte an den Universitäten Kassel (seit 1986 / „Tiergesundheitliche, ökologische und sozioökonomische Folgen der Agro-Gentechnik“), Lüneburg (seit 2011), Münster (seit 2012 / „Kühe, Bodenfruchtbarkeit, biologische Vielfalt – im Kontext Welternährung, Klima und Ressourcennutzung“) und Fulda (ab 2014 / „Sustainable Animal Husbandry and production of food of animal origin“).

Lead-Autorin im UN-Weltagrarbericht (IAASTD) (von 2005 bis 2008); Mitbegründerin der Arbeitsgemeinschaft Kritische Tiermedizin AGKT (1982), des Gen-ethischen Netzwerks GeN (1986), der Gesellschaft für Ökologische Tierhaltung GÖT (1991), des Conseil Mondial des Elveurs (CME 1997);
Mitglied der Liga für Hirtenvölker und nachhaltige Viehwirtschaft, des Forschungsinstituts für ökologische Tierzucht und Landnutzung (FIT) und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).
Anita Idel erhielt 2013 den Salus-Medienpreis für das Buch „Die Kuh ist kein Klima-Killer“.

Meine besonderen Interessen gelten der Kultur(-geschichte) des Mensch-Tier-Verhältnisses und der Entwicklung fruchtbarer Böden, d.h. der lebendigen Erde.

Hintergrundmaterial:
local land & soil news: Die CoEvolution von Gras und Grasern und ihre Bedeutung für die Potenziale nachhaltiger Land- und Weidewirtschaft


Marten Koch

Arbeitsgruppe: Soil Food Web und vertikale Nährstoffströme im Betrieb - Die Gemeinschaft von Boden und Pflanzen als Wachstumsmotor

Marten Koch ist Landmaschinenmechaniker und Sohn des Landbau-Pioniers Hans-Joachim Koch (Ökologisch-Angepasster Landbau seit 1972). Mitarbeit auf dem elterlichen Hof vor allem in der Landtechnik und im Ackerbau; Kontakte zu vielen Bio-Bauern in der Region und darüber hinaus vor allem im Bereich Bodenbearbeitung; Betreuung des Pachtbetriebes in Ungarn (1999 - 2007); Im Jahr 2006 Übernahme des Betriebes und Angliederung an Bioland, Aufgabe des ungarischen Pachtbetriebes;

Heute Betriebsführung mit ältestem Sohn Lennart und Ehefrau Andrea. Weitere Kinder sind im Betrieb beschäftigt.

Intensiver Gemüsebau, intensive Direktvermarktung auf Wochenmärkten, extensive Tierhaltung, betriebseigene Weiterverarbeitung der Produkte;

Hintergrundmaterial:

Kurzdarstellung Hof Koch
Website Hof Koch


Florianne Koechlin

Vortrag: Von Pflanzen, die kommunizieren, sich vernetzen, sozial agieren

Florianne Koechlin (Münchenstein, Schweiz) ist Biologin und Autorin. Sie befasst sich mit neuen Erkenntnissen zu Pflanzen und anderen Lebewesen (insbesondere Pflanzenkommunikation und Beziehungsnetze), mit zukunftsfähigen Konzepten in der Landwirtschaft und den dazu nötigen Forschungsstrategien.

Weitere Arbeitsschwerpunkte bilden die kritische Beurteilung von Agrogentechnik und die Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungs-Organisationen in der Schweiz und in Europa. Bücher u.a.: ‚Zellgeflüster’ (2005), ‚PflanzenPalaver’ (2008) und ‚Mozart und die List der Hirse’ (2012).

Hintergrundmaterial:
Der kritische Agrarbericht 2013: "Die List der Hirse"
"Plant whispering"
'Fokus Gartenarbeit'-Interview: "Pflanzenkommunikation - Das Unterirdische Internet"


Urs Mauk

Arbeitsgruppe: Soil Food Web und vertikale Nährstoffströme im Betrieb - Die Gemeinschaft von Boden und Pflanzen als Wachstumsmotor

Urs Mauk ist gelernter Gemüsegärtner und hat 2012 seinen Bachelor an der Universität Kassel im Bereich ökologische Landwirtschaft absolviert. Nach dem Studium war er Mitbetreiber einer solidarischen Landwirtschaft in Witzenhausen, mit ca. 1 Hektar Gemüsebau und 90 Mitgliedern.


Seit Dezember 2013 ist er mitverantwortlich für den Freilandgemüsebau in der Landwirtschaft der Gemeinschaft Tempelhof bei Crailsheim. Schon während des Studiums lag sein Fokus auf Boden und Bodenfruchtbarkeit. Dabei ist das Soil Food Web und der Humusaufbau zunehmend in den Mittelpunkt seiner Bemühungen gerückt.

Hintergrundmaterial:
Kurzdarstellung des Soil Food Web
Bachelorarbeit zum Soil Food Web


Saira Mian

Vortrag: Am Schnittpunkt von Kommunikationstheorie, Kryptographie und Agrarökologie

Saira Mian ist Honorarprofessorin an der Fakulät für Computerwissenschaften am University College London. Ihre Forschungsarbeit schlägt eine Brücke zwischen Biologie, Kommunikationstheorie und statistischem, maschinellem Lernen. Sie erforscht Grundfragen, die am Zusammenfluss dieser Bereiche entstehen und untersucht praktische Lösungen für reale Probleme, welche die Fortschritte der Zwischenräumen für sich nutzen.

Hintergrundmaterial:
Webseite des University College London


Christa Müller

Vortrag:
Urbane Gärten & Landwirtschaft:
Städtische Netzwerke des Do-it-yourself

Dr. Christa Müller ist Soziologin und Geschäftsführende Gesellschafterin der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Sie lehrt an verschiedenen Hochschulen und forscht zu nachhaltigen Lebensstilen und neuen Wohlstandsmodellen.


2011 gab sie das Buch „Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“ heraus (oekom Verlag) und co-kuratierte die Ausstellung „Die Produktive Stadt – Designing for Urban Agriculture" (TU Berlin und TU München).

Ihr aktuelles Forschungsprojekt behandelt die neuen Do-it-Yourself-Kulturen als Formen und Netzwerke postindustrieller Produktivität. Dazu erschien 2013 bei transcript „Stadt der Commonisten. Neue urbane Räume des Do it yourself“ (gemeinsam mit Andrea Baier und Karin Werner).

Hintergrundmaterial:
Webseite der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis
Christa Müller: "Urban Gardening - Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt"
Weitere Publikationen der Referentin


Karl-Josef Müller

Vortrag:
Die züchterische Beziehung zur Gerste
- vom Treibstoff im Netzwerk ungleicher Partner

Dr. Karl-Josef Müller ist Leiter der biodynamischen Getreidezüchtungsforschung Darzau im Wendland. Dort forscht und züchtet er mit den Schwerpunkten Pflanzenkrankheiten und Nahrungsqualität seit 25 Jahren an Einkorn, Nacktgerste, Weizen, Hafer und Roggen.

Etliche Biobetriebe bauen seine Sorten bereits an. Bekannt ist u.a. sein Lichtkornroggen, der inzwischen auch in großen Bio-Bäckereien zum Einsatz kommt.

Er kam über ein Praktikum bei einem Demeter-Landwirt zur Züchtung bzw. zur Ansicht, dass eine Auslese unter konventionellen Bedingungen keine Perspektive für den Ökolandbau sein könne. Nach dem Studium in Bayreuth und Hohenheim, der Promotion in Bonn und der Sammlung von Züchtungserfahrung in Österreich und auf Hof Grub, wurde er 1989 als bestellter Projektleiter in der Gesellschaft für goetheanistische Forschung aktiv (u. a. zusammen mit Edwin Scheller), mit Versuchsflächen und Räumen zunächst auf Hof Tangsehl und dann auf dem Demeter-Hof von Familie Schmidt auf Hof Darzau. Aktuell forscht und züchtet Müller mit vier festen Mitarbeitern.

Hintergrundmaterial:
Zeitschrift "Lebendige Erde": Porträt Dr. Karl-Josef Müller
Infobrief Saatgutfonds: Interview mit Dr. Karl-Josef Müller
Publikationen


Urs Niggli

Vortrag:
Landwirtschaftliche Vielfalt und High-Tech, ein Widerspruch?

Urs Niggli ist seit 1990 Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz. Dort ist er für die wissenschaftliche, finanzielle, personelle und administrative Gesamtkoordination von 140 Mitarbeitenden zuständig.



Er ist Ehrenprofessor an der Universität Kassel/Witzenhausen, wo er zum Thema internationales Forschungsmanagement im internationalen Ökolandbau lehrt. Er wurde zum Ehrendoktor der Universität für Lebenswissenschaften in Tartu (Estland) ernannt. Seine berufliche Ausbildung beinhaltet einen Master in Pflanzenproduktion und eine Dissertation in Unkrautphysiologie an der ETH Zürich. Niggli ist Mitglied des High Level Steering Boards für die European Innovation Platform (EIP), Vizepräsident des Verwaltungsrates der Zertifizierungsfirma bio.inspecta AG, Präsident des  Sustainability Organic Agriculture Action Network der IFOAM (SOAAN) und Präsident der Technology Innovation Platform of IFOAM (TIPI).

In der Vergangenheit bekleidete Urs Niggli verschiedene Ämter, wie zum Beispiel als Mitglied des Weltvorstandes der IFOAM, der Senatskommission für Landwirtschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder der Schweizerischen Kommission für Biosicherheit. Er publizierte mehr als 220 Artikel in Fachzeitschriften, Büchern und wissenschaftlichen Journalen.

Hintergrundmaterial:

Umfangreiche Informationen zum Referenten


Martin Ott

Vortrag:
Neue Gedanken zur alten Beziehung zwischen Kuh und Mensch

Arbeitsgruppe: Herdenbewirtschaftung auf neuen Wegen

Martin Ott, geboren (18.6.1955) kurz vor dem längsten Tag im Jahr und fünf vor zwölf am Mittag, in Zürich. Er ist in einer großen, kinderreichen Arztfamilie in Zürich aufgewachsen. Nach der Rudolf-Steiner-Schule und der Matura bildete er sich zum Primarlehrer aus.

Nach fünf Jahren Lehrertätigkeit baute er mit seiner zweiten Frau einen sozialtherapeutischen Bauernhof im Zürcher Oberland auf. Er erlernte den landwirtschaftlichen Beruf von Grund auf bis zur Meisterprüfung im Jahre 1987.

Für 11 Jahre sass Martin Ott im Zürcher Kantonsrat und für sechs Jahre im Gemeinderat in Bäretswil. Im Jahre 1997 erfolgte die Berufung der Zürcher Regierung in eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept zu erarbeiten hatte, wie es mit dem großen staatlichen Gutsbetrieb des Kantons in Rheinau weiter gehen könnte. Schlussendlich übernahm nach Aufforderung des Regierungsrates eine Gruppe von Landwirten, Therapeuten und Saatgutzüchtern das ganze Areal in einem langjährigen Pachtvertrag, unter ihnen Martin Ott, der sich zunehmend auf die Betreuung des großen Milchviehbestandes kümmerte. Das Projekt Stiftung Fintan nahm damit seinen Anfang. Seit 1998 wird in Rheinau, auf einem der größten und vielseitigsten Landwirtschaftsbetrieben der Schweiz, ein viel beachtetes, sozialökologisches Projekt umgesetzt.

Außerdem ist Martin Ott seit 1992 im Stiftungsrat und der Geschäftsleitung des Forschungsinstitutes für Biolandbau in Frick tätig. 2007 löste er Alt Bundesrat Otto Stich als Präsident des Stiftungsrates ab.

Als Musiker ist Martin Ott seit 1986 mit seinem Bruder Andreas auch auf vielen Kleinbühnen in der Schweiz zu finden. Mit der Gruppe Baldrian, einer Lieder- und Klamaukgruppe, sind schon einige Tonträger entstanden.

Neuerdings ist Martin Ott als Autor des Buches: „Kühe verstehen“ bekannt geworden. Das Buch stand auf den Bestsellerlisten in der Schweiz.
Martin Ott ist verheiratet mir Annigna Ott-Grob, hat vier erwachsene Kinder und drei Enkelkinder.

Hintergrundmaterial:
Webseite von FINTAN


Ivette Perfecto

Vortrag:
Interaktive Netzwerke in Agrarökosystemen -

­am Beispiel von Agroforst-Kaffee-Systemen

Ivette Perfecto ist die George W. Pack-Professorin für Ökologie, Naturressourcen und Umwelt. Ihre Forschung konzentriert sich auf die biologische Vielfalt und Arthropoden-gesteuerte Abläufe innerhalb der Ökosysteme von landwirtschaftlichen Flächen, besonders in den Tropen. Ihre Arbeit beinhaltet außerdem die räumliche Ökologie des Kaffee- Agrarökosystems.

Dr. Ivette Perfecto interessiert sich generell für die Zusammenhänge zwischen kleinbäuerlicher Landwirtschaft, Biodiversität und Ernährungssouveränität. Zusätzlich koordiniert sie das Envoy-Programm der SNRE, dessen Ziel es ist, die Multikulturalität unter den Absolventen zu erhöhen. Ihr neustes Buch heißt "Nature’s Matrix: Linking Agriculture, Conservation and Food Sovereignty".

Dr. Ivette Perfecto fungierte als „Coordinating Leading Author” des lateinamerikanischen Sachstandberichtes des International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development (IAASTD, 2009) der Vereinten Nationen.

Hintergrundmaterial:
Website of Ivette Perfecto

F1000Research: Food sovereignty
Biodiversity Conservation in Tropical Agroecosystems - A New Conservation Paradigm
BioScience magazine: Ecological Complexity and Pest Control in Organic Coffee Production - Uncovering an Autonomous Ecosystem Service


Ina Praetorius

Vortrag: Beziehungen leben und denken. Eine philosophische Spurensuche.

Ina Praetorius, Dr. theol, geb. 1956 in Karlsruhe, studierte Germanistik und ev. Theologie in Tübingen, Zürich/CH und Heidelberg. 1983 bis 1987 wiss. Assistentin am Institut für Sozialethik der Universität Zürich. Seit 1987 tätig als freie Hausfrau und Autorin. Verheiratet, eine erwachsene Tochter.

Alles Weitere hier.

Hintergrundmaterial:
The PelicanWeb´s Journal of Sustainable Development

Publikationen der Referentin


Patrik Tschudin

Vortrag:
mi-RNA:
- Eine gemeinsame Kommunikationsebene von Pflanzen, Mikroorganismen und Menschen?

Patrik Tschudin, geboren 1963 in Basel, studierte Erdwissenschaften und Geophysik an der Universität Basel und der ETH Zürich (M.Sc.).



1991 bis 2012 Nachrichten-, Kultur- und Wissenschaftsredakteur beim Schweizer Radio DRS. 2010 "Prix Média" der "Akademien der Wissenschaften Schweiz" für eine Recherche zum Thema Bisphenol A (BPA). Seit 2013 freischaffender Journalist und Student an der Pädagogischen Hochschule FHNW.
Vater: Leo (14) und Till (11).

Hintergrundmaterial:
Blogpostings von Patrik Tschudin zu mi-RNA
Zhang et al.: Exogenous plant MIR168a specifically targets mammalian LDLRAP1: evidence of cross-kingdom regulation by microRNA
Sarkies & Miska: Is There Social RNA?


Walter Schmidt

Vortrag:
Ko-evolutionäre Pflanzenzüchtung:
Dem Mais seine Mischkulturfähigkeit zurückgeben

1969 – 1973: Studium der Landwirtschaft in Hohenheim
1973 – 1977: Promotion auf dem Gebiet der Maiszüchtung bei Prof. Dr. F.W. Schnell in Hohenheim
1977 – 2013: Maiszüchter bei der KWS SAAT AG in Einbeck


1977 – 1989:
Assistenzzüchter im KWS Maiszüchtungsprogramm
1989 – 30.09.2013: Leiter der KWS Maiszüchtung in Deutschland
Ab 1989: Züchtung von Maissorten unter Low-Input-Bedingungen
Ab 2002: Züchtung von Energiemaissorten
Ab 2003: Züchtung von Maissorten für den Ökolo­gi­schen Landbau
Ab 2011: Züchtung von Maissorten für den Mischanbau mit Stangenbohnen 
Ab 2012:
Züchtung von Maissorten für die Koppelnutzung Körner- und Bio­gas­­produktion
Ab 2010: Betreuung eines KWS Capacity Develop­ment Projektes in Peru mit dem Ziel des Erhaltes der Geneti­schen Ressour­cen bei Mais und Quinoa 

Hintergrundmaterial:
KWS: Einsatz von genetischen Ressourcen in der modernen Maiszüchtung
Maiszüchtung

mais (Fachzeitschrift): Maissorten für den Ökoanbau
KWS: Erhöhung der Diversität im Energiepflanzenanbau am Beispiel Mais/Bohnen-Gemenge
(document) KWS: Experiences from organic maize breeding and prospects of coevolutionary (document)breeding (document)
(presentation) KWS: Experiences from organic maize breeding and prospects of coevolutionary (praesentation)breeding (presentation)


Anet Spengler

Vortrag: Grasland, Herden und HirtInnen
Arbeitsgruppe: Herdenbewirtschaftung auf neuen Wegen

Anet Spengler, geboren 1963 in Basel, hat nach ihrer Schulzeit während mehrerer landwirtschaftlicher Praktika die Milchviehhaltung gelernt. Sie hat ein landwirtschaftliches Lehrjahr auf dem biologisch-dynamischen Betrieb la Branche in Savigny, in der französischen Schweiz gemacht, wo sie sich vorwiegend um die Milchkühe kümmerte.


1983 bis 1989 studierte Anet Spengler Landwirtschaft an der ETH Zürich in der Fachrichtung Nutztierwissenschaften. Während des Studiums und nach dem Studium hat sie während acht Sommern auf der Alp Bödmeren (Muotathal, SZ) als Viehhirtin mit Ziegen, Kühen und Jungrindern gearbeitet. Seit 23 Jahren arbeitet sie in der biologisch-dynamischen Ausbildung der Schweiz im Unterricht im Bereich Tierhaltung mit, und seit 13 Jahren am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, wo sie Forschungsprojekte zur Rinderhaltung und -zucht durchführt und verschiedene Lehraufträge wahrnimmt.

2011 doktorierte sie zum Thema „Neue Ansätze für die ökologische Milchrinderzucht“. Seit 21 Jahren organisiert und betreut Anet Spengler die 3x jährlich stattfindenden „Austauschrunden zur biologisch-dynamischen Rindviehzucht“ für Züchterinnen und Züchter in der Schweiz. Zuhause hat sie eine kleine Schafhaltung mit 10 Muttertieren. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.

Hintergrundmaterial:

Universität Kassel/Witzenhausen: Neue Ansätze für die ökologische Milchrinderzucht 


Willem A. Stoop

Vortrag:
SRI, das System der Reis-Intensivierung
- Beobachtung macht den Unterschied

Willem A. Stoop wurde als Agronom und Bodenwissenschaftler ausgebildet, ist Absolvent der Wageningen University (1969) und promovierte 1974 an der Universität von Hawaii. Anschließend verfolgte er einen internationalen Werdegang besonders in den internationalen Agrarforschungszentren (CIMMYT, ICRISAT, ISNAR und WARDA/Afrika Rice, sowie KIT). 

Seit seiner Tätigkeit als Interimsdirektor für Forschung an der WARDA im Jahr 1998, befasst er sich zunehmend mit der Reisforschung und im Besonderen mit dem SRI (System of rice intensification - System der Reisanbauintensivierung). Hierdurch kam er mit Dr. Norman Uphoff von der Cornell University (USA) in Kontakt, was zu einer ersten formellen, von Fachkollegen geprüften („peer reviewed“) Veröffentlichung über SRI im Jahr 2002 führte.

In den folgenden Jahren veröffentlichte er mehrfach zu diesem Thema. Dies brachte ihm den Ruf eines „aus dem Käfig entflohenen Agronomens“ ein. Derzeit betreut er drei indische Doktoranden bei ihrer Forschungsarbeit über die sozioökonomischen Aspekte von SRI in Indien und bei der Vorbereitung ihrer Doktorarbeiten an der Wageningen University. Darüber hinaus unterstützt er mehrere leitende indische Wissenschaftler, welche die grundlegenden pflanzenphysiologischen Aspekte des SRI erforschen.

Hintergrundmaterial:

Global news and views System of Rice Intensification (SRI)

International Journal of Agricultural Sustainability: Publication about SRI
ELSEVIER: Publication about SRI 


Hellmut von Koerber

Arbeitsgruppe / Vortrag:
Soil Food Web und vertikale Nährstoffströme im Betrieb
-
Die Gemeinschaft von Boden und Pflanzen als Wachstumsmotor

Hellmut von Koerber studierte Mathematik und Physik in Marburg und Informatik in Berlin. Er war viele Jahre als Berater und Designer in Wirtschaft und Verwaltung tätig, zuletzt am Bundesamt für Statistik in der Schweiz. Seit 2005 ist er selbständiger Informatiker mit Schwerpunkt Datenintegration und flexible Datenbanken.

Seine Tools kommen vor allem im Umfeld Biomarkt zur Anwendung – z.B. in der weltweiten Biolandbau-Statistik von FiBL und IFOAM. Geplant sind offene Datensammlungen zu Ressourcenbilanzen (Footprinting) und Welternährung.

Ende der 70er Jahre kam Hellmut von Koerber mit dem Ökologisch angepassten Landbau der Familie Koch und den Grundlagen der Bodenfruchtbarkeit (H.P. Rusch) in Kontakt. Das Verständnis der Lebensprozesse und ihrer komplexen Interaktion im Kleinen wie im Großen, wurden wichtige Grundlage seiner Arbeit. Dieses ganzheitliche Verständnis ist dabei der Ansporn zur Gestaltung der Informationen und Werkzeuge, mit denen wir die Komplexität der Lebensprozesse und ihre selbständige Interaktion beschreiben – und hoffentlich dabei respektieren und fördern.

Die Referenten und Beiträge zur Arbeitsgruppe Soil Food Web… stammen aus einem lockeren Netzwerk aus Praxis und Forschung, das sich im Jahre 2012 mehrfach zu diesen Themen traf: Marten Koch vom Hof Koch und Urs Mauk von der Uni Kassel (inzwischen auch in der Praxis).

Hintergrundmaterial:

Kurzdarstellung des Soil Food Web
Bachelorarbeit zum Soil Food Web
Kurzdarstellung Hof Koch
Beispielbetrieb Koch
Beispielbetrieb Wenz


Mathias von Mirbach

Vortrag:
Solidarische Landwirtschaft:
Stadt-Land-Beziehung auf Gegenseitigkeit

Arbeitsgruppe: Bauern und ihre Ko-Produzenten: Neue Stadt-Land-Netzwerke - Innovationskonzepte, Beziehungsgeschichten, Pilotanlagen & Pionierlager

 

Mathias von Mirbach, 55 Jahre alt, 5 Kinder, 2 Enkelkinder, Landwirtschaftsmeister; Seit 1995 Pächter des Kattendorfer Hofes, ein Demeterbetrieb mit zur Zeit 235 Hektar; 1. Vorsitzender des Trägervereins Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Hintergrundinformationen:
Demeter Journal: Der Kattendorfer Hof - alle in einem Boot
ZEITzeichen Reportage: Ernte in Designerstiefeln
Hamburger Abendblatt: Die Ernte und das Risiko werden untereinander geteilt
Süddeutsche Zeitung Interview: Meine Kuh-Aktie - ein Modell für Deutschland


Andres Wiemken

Vortrag: Pflanzen-Mykorrhiza Netze: ein dynamischer Marktplatz im Boden

Andres Wiemken, geboren 1942 in Basel. Studium, Forschung und Lehre an der ETH-Zürich: 1965 Dipl. Ing. Agronom, 1969 Dr. sc. nat.,1975 Habilitation, 1983 Titularprofessor; Dazwischen Landwirtschaftspraktika in England, Frankreich, Holland und der Schweiz, sowie längere Forschungsaufenthalte an der „University of East Anglia“ in England und am „Rubber Research Institute“ in Malaysia.

Ab 1984 Ordinarius für Botanik an der Universität Basel und Direktor des Botanischen Gartens, 2012 emeritiert.

Forschungsschwerpunkte: Biochemische und molekulare Zellbiologie und Ökophysiologie von Pilzen und Pflanzen, Symbiosen zwischen Pflanzen und Mikroorganismen (Rhizosphärenbiologie, Mykorrhizapilze, Rhizobien), Agrarökologie.

Hintergrundmaterial:

Plant Physiol: Mycorrhizal Networks - Common Goods of Plants Shared under Unequal Terms of Trade

Mehr Informationen zum Referenten